Lernskript
Lernziele formulieren
Lernziele formulieren
Lernziele sind die Grundlage jeder geplanten Praxisanleitung.
Sie beschreiben, was Auszubildende nach einer Anleitung wissen, verstehen oder selbstständig durchführen können sollen.
Warum sind Lernziele wichtig?
Lernziele helfen dabei:
- Anleitungen zu strukturieren
- Lernfortschritte sichtbar zu machen
- Erwartungen klar zu formulieren
- Kompetenzen gezielt aufzubauen
- Reflexionsgespräche zu erleichtern
Merkmale guter Lernziele
Ein gutes Lernziel ist:
- konkret
- beobachtbar
- erreichbar
- nachvollziehbar
- auf den Ausbildungsstand abgestimmt
Beispiele für ungeeignete Lernziele
Diese Formulierungen sind zu ungenau:
- Der Auszubildende soll Blutdruck messen lernen.
- Die Auszubildende soll besser dokumentieren.
- Der Auszubildende soll sicherer werden.
Dabei bleibt unklar, woran der Lernerfolg erkannt werden kann.
Beispiele für geeignete Lernziele
Besser sind konkrete Formulierungen:
- Der Auszubildende misst den Blutdruck selbstständig nach pflegerischem Standard.
- Die Auszubildende dokumentiert Vitalzeichen vollständig und korrekt.
- Der Auszubildende erklärt die einzelnen Schritte einer subkutanen Injektion.
Lernziele in der Praxisanleitung
Lernziele sollten vor der Anleitung gemeinsam besprochen werden.
Dadurch wissen Auszubildende:
- was gelernt werden soll
- worauf geachtet wird
- welche Erwartungen bestehen
Lernziele überprüfen
Nach der Anleitung sollte überprüft werden, ob das Lernziel erreicht wurde.
Möglichkeiten sind:
- Beobachtung der Durchführung
- Fachgespräch
- Reflexionsgespräch
- praktische Demonstration
Bedeutung für die Ausbildung
Klare Lernziele fördern selbstständiges Lernen und geben Orientierung.
Sie unterstützen Praxisanleitende dabei, Lernprozesse gezielt zu begleiten und Auszubildende kompetenzorientiert zu fördern.