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Feedback geben in der Praxisanleitung
Feedback geben in der Praxisanleitung
Feedback ist ein wichtiger Bestandteil der Praxisanleitung.
Es hilft Auszubildenden dabei, ihre Leistungen einzuschätzen, Stärken auszubauen und Verbesserungspotenziale zu erkennen.
Ziele von Feedback
Feedback soll:
- Lernprozesse unterstützen
- Handlungssicherheit fördern
- Motivation stärken
- Fehler korrigieren
- berufliche Entwicklung begleiten
Merkmale guten Feedbacks
Gutes Feedback ist:
- zeitnah
- wertschätzend
- konkret
- nachvollziehbar
- lösungsorientiert
Ungünstige Rückmeldungen
Diese Aussagen helfen Auszubildenden wenig:
- Das war nicht gut.
- Du musst besser werden.
- Das musst du nochmal üben.
Solche Rückmeldungen enthalten keine konkreten Informationen zur Verbesserung.
Konstruktives Feedback
Besser sind konkrete Beobachtungen:
- Du hast den Patienten freundlich begrüßt und die Maßnahme erklärt.
- Die Händedesinfektion vor der Maßnahme hast du vergessen.
- Beim nächsten Mal solltest du die Identität des Patienten zuerst überprüfen.
Der Auszubildende erkennt dadurch genau, was gelungen ist und was verbessert werden kann.
Aufbau eines Feedbackgesprächs
Ein Feedbackgespräch kann in drei Schritten erfolgen:
Wahrnehmung schildern
Beschreiben, was beobachtet wurde.
Wirkung erläutern
Erklären, warum das Verhalten wichtig ist.
Verbesserung besprechen
Gemeinsam Lösungen entwickeln.
Beispiel
Beobachtung:
Die Blutdruckmanschette wurde korrekt angelegt.
Positiv:
Die Durchführung war ruhig und strukturiert.
Verbesserung:
Vor der Messung sollte der Patient einige Minuten ruhen.
Vereinbarung:
Die korrekte Vorbereitung wird bei der nächsten Messung bewusst umgesetzt.
Umgang mit Fehlern
Fehler gehören zum Lernen dazu.
Praxisanleitende sollten Fehler als Lernchance nutzen und eine offene Gesprächskultur fördern.
Dabei steht nicht die Schuldfrage im Mittelpunkt, sondern die Weiterentwicklung der Kompetenz.
Bedeutung für die Ausbildung
Regelmäßiges und konstruktives Feedback unterstützt Auszubildende dabei, pflegerische Kompetenzen sicher aufzubauen und berufliches Selbstvertrauen zu entwickeln.