Pflegeprozess und Pflegediagnostik

Typische Prüfungsfragen zu Pflegeprozess, Datenerhebung und Pflegediagnosen.

1. Wie wird der Pflegeprozess definiert und welche sechs Schritte beschreiben Fiechter und Meier?
Der Pflegeprozess ist ein systematisches, zielgerichtetes und problemlösendes Vorgehen in der Pflege. Er dient dazu, Pflegebedarf zu erfassen, Maßnahmen zu planen, durchzuführen und zu überprüfen.

Die sechs Schritte nach Fiechter und Meier sind:
  1. Informationssammlung
  2. Pflegeprobleme und Ressourcen erkennen
  3. Pflegeziele festlegen
  4. Pflegemaßnahmen planen
  5. Pflege durchführen
  6. Pflege evaluieren
2. Wie lassen sich pflegerische Daten einteilen?
Pflegerische Daten lassen sich in subjektive und objektive Daten einteilen.

Subjektive Daten sind Aussagen der betroffenen Person, zum Beispiel Schmerzen, Ängste oder Beschwerden.

Objektive Daten sind beobachtbare oder messbare Informationen, zum Beispiel Hautzustand, Vitalzeichen oder Mobilität.
3. Was ist die Strukturierte Informationssammlung (SIS) und welche Themenfelder umfasst sie?
Die Strukturierte Informationssammlung, kurz SIS, ist ein Instrument zur systematischen Erfassung pflegerelevanter Informationen. Sie dient der entbürokratisierten Pflegedokumentation und bildet die Grundlage für die individuelle Pflegeplanung.

Typische Themenfelder sind:
  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Mobilität und Beweglichkeit
  • krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen
  • Selbstversorgung
  • Leben in sozialen Beziehungen
  • Wohnen und Häuslichkeit
4. Wie sind NANDA-Pflegediagnosen eingeteilt?
NANDA-Pflegediagnosen sind standardisierte Pflegediagnosen zur Beschreibung pflegerelevanter Probleme, Risiken und Gesundheitszustände.

Sie werden unter anderem eingeteilt in:
  • Problem- oder aktuelle Pflegediagnosen
  • Risikodiagnosen
  • Gesundheits- oder Wellnessdiagnosen
5. Welche Arten von Pflegediagnosen gibt es?
Man unterscheidet vor allem:
  • aktuelle Pflegediagnosen
  • Risikopflegediagnosen
  • Gesundheits- oder Potenzialdiagnosen
  • Syndromdiagnosen

Sie helfen dabei, Pflegeprobleme strukturiert zu erkennen und gezielt Maßnahmen abzuleiten.
6. Wie ist das PESR-Schema aufgebaut und wofür wird es genutzt?
Das PESR-Schema dient der strukturierten Formulierung von Pflegediagnosen.

PESR bedeutet:
  • P = Problem
  • E = Einflussfaktoren oder Ursachen
  • S = Symptome oder Zeichen
  • R = Ressourcen

Es wird genutzt, um Pflegeprobleme vollständig und nachvollziehbar zu beschreiben.
7. Was sind pflegerische Ziele und nach welchen SMART-Kriterien werden sie formuliert?
Pflegerische Ziele beschreiben den angestrebten Zustand, der durch pflegerische Maßnahmen erreicht werden soll. Sie orientieren sich am individuellen Bedarf und an den Ressourcen der betroffenen Person.

SMART bedeutet:
  • S = spezifisch
  • M = messbar
  • A = akzeptiert oder attraktiv
  • R = realistisch
  • T = terminiert