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Sturzprophylaxe

Zu diesem Thema findest du Lernskripte, Prüfungsfälle und passende Quiz-Inhalte.

Sturzprophylaxe

Die Sturzprophylaxe umfasst alle pflegerischen Maßnahmen, die dazu dienen, Stürze zu vermeiden oder ihre Folgen zu reduzieren.

Ein Sturz ist ein Ereignis, bei dem eine Person unbeabsichtigt auf den Boden oder eine tiefere Ebene fällt.

Der Expertenstandard „Sturzprophylaxe in der Pflege“ beschreibt, wie Pflegekräfte Sturzrisiken systematisch erkennen und geeignete Maßnahmen umsetzen.

Warum Sturzprophylaxe wichtig ist

Stürze gehören zu den häufigsten Risiken im Pflegealltag, besonders bei älteren und pflegebedürftigen Menschen.

Mögliche Folgen sind:

  • Knochenbrüche (z. B. Oberschenkelhalsfraktur)
  • Schmerzen und Verletzungen
  • Angst vor weiteren Stürzen
  • Bewegungseinschränkung
  • Verlust von Selbstständigkeit
  • erhöhte Pflegebedürftigkeit

Ein Sturz kann den gesamten Gesundheitszustand deutlich verschlechtern.

Risikofaktoren für Stürze

Sturzrisiken entstehen meist durch mehrere Faktoren gleichzeitig.

Wichtige Risikofaktoren sind:

  • eingeschränkte Mobilität
  • Muskelschwäche
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Gangunsicherheit
  • Seh- oder Hörprobleme
  • Schwindel
  • Nebenwirkungen von Medikamenten (z. B. Sedierung)
  • kognitive Einschränkungen (z. B. Demenz)
  • ungeeignete Umgebung (z. B. Stolperfallen, schlechte Beleuchtung)

Ziele der Sturzprophylaxe

Die Pflege verfolgt mehrere zentrale Ziele:

  • Sturzrisiken frühzeitig erkennen
  • Gefahren reduzieren oder beseitigen
  • sichere Bewegung ermöglichen
  • Mobilität fördern und erhalten
  • Selbstständigkeit unterstützen
  • Verletzungen vermeiden

Wichtige Maßnahmen

Sturzprophylaxe ist ein geplanter und individueller Prozess.

Wichtige Maßnahmen sind:

  • Einschätzung des Sturzrisikos (z. B. durch Assessmentinstrumente)
  • sichere Umgebung schaffen (z. B. Stolperfallen entfernen)
  • Beleuchtung verbessern
  • geeignete Hilfsmittel einsetzen (z. B. Rollator)
  • korrektes und passendes Schuhwerk sicherstellen
  • Mobilität und Muskelkraft fördern
  • sichere Transfers unterstützen
  • Orientierungshilfen anbieten
  • regelmäßige Überprüfung der Maßnahmen
Merke: Sicherheit und Mobilität gehören zusammen

Sturzprophylaxe bedeutet nicht, Bewegung zu verhindern.

Ziel ist es, Bewegung sicher zu ermöglichen und gleichzeitig Risiken zu reduzieren.

Rolle der Pflege

Pflegekräfte haben eine zentrale Rolle bei der Sturzprophylaxe.

Wichtige Aufgaben sind:

  • Sturzrisiko erkennen und einschätzen
  • individuelle Maßnahmen planen und umsetzen
  • Veränderungen im Zustand frühzeitig wahrnehmen
  • Betroffene motivieren und unterstützen
  • Angehörige beraten
  • Maßnahmen dokumentieren und überprüfen
  • interprofessionell zusammenarbeiten (z. B. mit Physiotherapie)

Prüfungsrelevant

In Prüfungen zählt vor allem:

  • Definition von Sturz und Sturzprophylaxe
  • wichtige Risikofaktoren benennen
  • Maßnahmen zur Sturzvermeidung erklären
  • Zusammenhang zwischen Mobilität und Sturzrisiko verstehen
  • Rolle der Pflege darstellen

Typische Prüfungsfragen:

  • Was versteht man unter Sturzprophylaxe?
  • Welche Risikofaktoren begünstigen Stürze?
  • Welche Maßnahmen können Stürze verhindern?
  • Warum ist Mobilitätsförderung Teil der Sturzprophylaxe?
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