Themenbereich

PESR-Schema

Zu diesem Thema findest du Lernskripte, Prüfungsfälle und passende Quiz-Inhalte.

Das PESR-Schema einfach erklärt

Das PESR-Schema ist eine strukturierte Methode zur Formulierung von Pflegediagnosen.

Es hilft Pflegefachpersonen dabei, Pflegeprobleme systematisch zu beschreiben und die Grundlage für Pflegeziele sowie Pflegemaßnahmen zu schaffen.

In der generalistischen Pflegeausbildung gehört das PESR-Schema zu den wichtigsten Grundlagen des Pflegeprozesses und wird häufig in Prüfungen abgefragt.

Wofür steht PESR?

PESR besteht aus vier Bestandteilen:

  • P = Problem
  • E = Einflussfaktoren (Ursachen)
  • S = Symptome
  • R = Ressourcen

Gemeinsam ergeben diese vier Bereiche eine vollständige Pflegediagnose.

P = Problem

Das Problem beschreibt die pflegerische Schwierigkeit oder Einschränkung.

Es beantwortet die Frage:

Welches pflegerische Problem liegt vor?

Beispiele

  • Beeinträchtigte Mobilität
  • Akuter Schmerz
  • Selbstversorgungsdefizit
  • Beeinträchtigte Kommunikation
  • Risiko für Stürze

E = Einflussfaktoren

Die Einflussfaktoren beschreiben die Ursachen oder Auslöser des Problems.

Sie beantworten die Frage:

Warum besteht das Problem?

Beispiele

  • Schmerzen nach einer Operation
  • Muskelschwäche
  • neurologische Einschränkungen
  • Atemnot
  • Angst

S = Symptome

Die Symptome beschreiben die beobachtbaren Merkmale.

Sie beantworten die Frage:

Woran erkenne ich das Problem?

Beispiele

  • unsicheres Gangbild
  • Hilfebedarf beim Aufstehen
  • Schmerzangabe NRS 7
  • Kurzatmigkeit
  • Verwirrtheit

R = Ressourcen

Die Ressourcen beschreiben Fähigkeiten und Stärken der pflegebedürftigen Person.

Sie beantworten die Frage:

Was kann die Person noch selbst?

Beispiele

  • motiviert zur Mitarbeit
  • Mobilisation mit Rollator möglich
  • selbstständige Nahrungsaufnahme
  • orientiert zu Zeit und Ort
  • gute Kommunikation

Beispiel einer vollständigen PESR-Formulierung

Fallsituation

Frau Müller wurde vor zwei Tagen an der Hüfte operiert.

Sie benötigt Hilfe beim Aufstehen und klagt über starke Schmerzen.

Mit ihrem Rollator kann sie kurze Strecken gehen.

Pflegediagnose nach PESR

P: Beeinträchtigte Mobilität

E: Schmerzen nach Hüftoperation

S: Unsicheres Gangbild, Hilfebedarf beim Aufstehen, Schmerzangabe NRS 7

R: Mobilisation mit Rollator möglich, motiviert zur Mitarbeit

Warum sind Ressourcen wichtig?

Viele Auszubildende konzentrieren sich ausschließlich auf Probleme.

Das führt häufig zu Punktverlusten in Prüfungen.

Professionelle Pflege betrachtet immer:

Ressourcen helfen dabei, Selbstständigkeit zu erhalten und Pflegeziele realistischer zu planen.

Typische Prüfungsaufgabe

Fallsituation

Herr Schneider hatte einen Schlaganfall.

Der rechte Arm ist gelähmt.

Er benötigt Hilfe bei der Körperpflege.

Er kann Anweisungen verstehen und aktiv mitarbeiten.

Lösung nach PESR

P: Selbstversorgungsdefizit bei der Körperpflege

E: Einschränkung der Beweglichkeit nach Schlaganfall

S: Hilfebedarf bei der Körperpflege, eingeschränkte Armfunktion

R: Versteht Anweisungen, motiviert zur Mitarbeit

Typische Fehler in Prüfungen

  • medizinische Diagnosen statt Pflegeprobleme nennen
  • Ursachen und Symptome verwechseln
  • Ressourcen vergessen
  • Beobachtungen nicht begründen
  • unvollständige PESR-Formulierungen

Mini-Quiz

Welcher Bestandteil gehört zu den Ressourcen?

A


So geht es jetzt weiter

Du kennst jetzt den Aufbau des PESR-Schemas und weißt, wie eine Pflegediagnose systematisch aufgebaut wird.

Für die generalistische Pflegeausbildung reicht dieses Wissen jedoch nicht aus.

Im Pflegealltag, in der Praxisanleitung und spätestens in der praktischen Abschlussprüfung musst du Pflegediagnosen selbstständig formulieren und fachlich begründen können.

Genau diese Kompetenzen entwickelst du jetzt im Premiumbereich.

👉 Gute Pflege beginnt nicht mit auswendig gelerntem Wissen.

👉 Gute Pflege beginnt mit dem richtigen Denken.


Der nächste Lernschritt

Wissen reicht nicht. Entscheidend ist, wie du es anwendest.

Im Premiumbereich trainierst du typische Fragen aus dem Praxisbesuch, fachliche Begründungen, Entscheidungssituationen und häufige Fehler.

  • Typische Fragen sicher beantworten
  • Entscheidungen nachvollziehbar begründen
  • Risiken und Prioritäten erkennen
  • Wissen auf Praxissituationen übertragen
🔒

Schalte den vollständigen Premium-Inhalt frei

Mit PraxisMaik Premium lernst du, dieses Thema sicher anzuwenden, Entscheidungen fachlich zu begründen und typische Fehler zu vermeiden.

Premium ansehen
StarterGuide – Die 10 häufigsten Fehler im Praxisbesuch
📘 Kostenlos für Pflegeazubis

Bevor du weiterlernst: Sichere dir den kostenlosen StarterGuide.

Fachwissen allein reicht im Praxisbesuch oft nicht aus. Viele Auszubildende scheitern an Unsicherheit, Prioritäten oder fehlenden Begründungen. In diesem kostenlosen StarterGuide zeige ich dir die 10 häufigsten Fehler – und wie du sie sicher vermeidest.

  • ✓ Sofort als PDF herunterladen
  • ✓ 35 Seiten voller Praxistipps
  • ✓ Typische Denkfehler vermeiden
  • ✓ 100 % kostenlos
📘 StarterGuide kostenlos herunterladen

Quiz zum Thema

Festige dein Wissen direkt im Quizmodus.

Nächster sinnvoller Schritt

Nach dem Thema direkt anwenden und wiederholen.

Lernpfad

Passende Inhalte in diesem Themencluster

Lerne die Inhalte in einer sinnvollen Reihenfolge und vertiefe Schritt für Schritt dein Wissen.

🧡 Praxisbesuch & Prüfung

Würdest du PESR-Schema im Praxisbesuch wirklich sicher anwenden?

Du hast gerade die Grundlagen verstanden. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch erst im Praxisbesuch. Dort musst du Situationen richtig einschätzen, Prioritäten setzen und deine Entscheidungen fachlich begründen. Genau das trainierst du im Premiumbereich Schritt für Schritt an realistischen Praxisbesuchen und Prüfungsfällen.

echte Praxisbesuche Schritt für Schritt lösen
typische Prüferfragen sicher beantworten
klinisches Denken professionell trainieren
Musterlösungen mit vollständiger Begründung vergleichen
PraxisMaik Premium ansehen

Teil von PraxisMaik Premium · 39 € einmalig · kein Abo · dauerhafter Zugriff

Die meisten Pflegeazubis wissen, WAS sie tun müssen.

Im Praxisbesuch scheitern viele daran, WARUM sie es tun.

Genau dieses klinische Denken trainierst du im Premiumbereich Schritt für Schritt.